Kosten und Zeitaufwand bei der Gründung einer Holdinggesellschaft


 21. März 2026

Die Gründung einer Holdinggesellschaft ist für viele Unternehmer ein spannender Schritt. Sie bietet steuerliche Vorteile, mehr Struktur im Unternehmen und eine bessere Möglichkeit, Vermögen aufzubauen. Doch bevor Sie starten, sollten Sie wissen: Eine Holding entsteht nicht über Nacht – und ganz ohne Kosten auch nicht.


In diesem Artikel zeige ich Ihnen, mit welchen Kosten und welchem Zeitaufwand Sie realistisch rechnen sollten.



Welche Kosten entstehen bei der Holding-Gründung?


Die Kosten hängen stark davon ab, wie komplex Ihre Struktur ist und welche Rechtsform Sie wählen. Trotzdem gibt es typische Positionen, die fast immer anfallen.


Notarkosten


Ein zentraler Punkt sind die Notarkosten. Jede Kapitalgesellschaft – egal ob UG, GmbH oder AG – muss notariell gegründet werden. Hier können Sie in der Praxis mit etwa 500 bis 2.000 Euro rechnen. Je individueller Ihr Gesellschaftsvertrag ist, desto höher werden die Kosten.


Kosten für den Handelsregistereintrag


Hinzu kommen die Kosten für den Handelsregistereintrag. Diese sind gesetzlich vorgeschrieben und liegen meist zwischen 150 und 500 Euro.


Rechtliche und steuerliche Beratung


Ein oft unterschätzter Punkt ist die rechtliche und steuerliche Beratung. Gerade bei einer Holdingstruktur solltest du hier nicht sparen. Ein Rechtsanwalt hilft dir bei der Gestaltung des Gesellschaftsvertrags, während der Steuerberater die optimale Struktur entwickelt. Insgesamt solltest du hierfür etwa 2.000 bis 8.000 Euro einplanen – je nach Tiefe der Beratung.


Stammkapital


Ein weiterer wichtiger Faktor ist das Stammkapital. Dieses unterscheidet sich je nach Rechtsform:

  • Bei der GmbH sind 25.000 Euro vorgesehen, wobei 12.500 Euro zur Gründung ausreichen
  • Bei der UG kannst du theoretisch mit 1 Euro starten, praktisch empfehle ich mindestens 500 bis 1.000 Euro
  • Bei einer AG liegt das Mindestkapital bei 50.000 Euro

Zusätzlich können weitere Kosten entstehen, zum Beispiel für Genehmigungen, Software, Büroausstattung oder erste Betriebsmittel. Diese sind sehr individuell und sollten in Ihrer Planung berücksichtigt werden.


Meine Einschätzung


Für eine „saubere“ Holding-Gründung mit Beratung sollten Sie insgesamt mindestens 3.000 bis 10.000 Euro einplanen – ohne Stammkapital.



Wie lange dauert die Gründung einer Holding?


Neben den Kosten spielt auch der Zeitfaktor eine große Rolle. Viele unterschätzen, wie viele Schritte notwendig sind.


Planungsphase


Am Anfang steht die Planungsphase. Hier entscheiden Sie, wie Ihre Holding aufgebaut sein soll. Diese Phase kann – je nach Komplexität – von wenigen Wochen bis hin zu mehreren Monaten dauern.


Gründung beim Notar


Die eigentliche Gründung beim Notar geht vergleichsweise schnell. Nach der Beurkundung dauert es in der Regel ein bis zwei Wochen, bis die Unterlagen beim Handelsregister eingereicht sind. Die Eintragung selbst kann nochmals ein bis zwei Wochen in Anspruch nehmen.


Kontoeröffnung und Einzahlung des Stammkapitals


Danach folgen die Kontoeröffnung und Einzahlung des Stammkapitals. Auch hier sollten Sie etwa ein bis zwei Wochen einplanen, je nach Bank.


Steuerliche Anmeldung beim Finanzamt


Anschließend erfolgt die steuerliche Anmeldung beim Finanzamt. Bis Sie Ihre Steuernummer erhalten, vergehen meist ein bis zwei Wochen.


Operative Einrichtung


Zum Schluss kommt die operative Einrichtung: Prozesse aufsetzen, Buchhaltung organisieren, eventuell Mitarbeiter einarbeiten. Dieser Teil ist sehr individuell und kann mehrere Wochen bis Monate dauern.



Gute Planung spart Zeit und Geld


Die Gründung einer Holdinggesellschaft ist kein Schnellschuss – aber sie lohnt sich langfristig enorm. Wenn Sie die Kosten realistisch planen und Sie von Anfang an Unterstützung holen, vermeiden Sie teure Fehler.


Mein Tipp: Denken Sie nicht nur an die Gründung selbst, sondern an das große Ziel dahinter – Vermögensaufbau, Steueroptimierung und unternehmerische Freiheit.


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