Holdinggesellschaften einfach erklärt - warum sie für Unternehmer so spannend sind
7. Januar 2026

Die Holdinggesellschaften erklärt nach dem ALD-Prinzip: Aufmerksamkeit - Lösung - Durchführung
A - Aufmerksamkeit: Warum viele Unternehmer unnötig Steuern zahlen
Viele Unternehmer arbeiten jahrelang erfolgreich, machen Gewinne – und wundern sich trotzdem, warum am Ende so wenig übrig bleibt. Gewinne werden voll versteuert, Risiken liegen im gesamten Unternehmen, und für neue Investitionen fehlt das Kapital.
Dabei gibt es eine Struktur, die genau hier ansetzt: die
Holdinggesellschaft. Große Konzerne nutzen sie seit Jahrzehnten – doch sie ist auch für kleine und mittlere Unternehmen hochinteressant.
L - Lösung: Was ist eine Holdinggesellschaft?
Eine Holdinggesellschaft ist kein operatives Unternehmen. Sie produziert nichts und verkauft keine Leistungen. Ihre Hauptaufgabe ist es, Beteiligungen an anderen Unternehmen zu halten und zu verwalten.
Typisch ist folgende Struktur:
- Holdinggesellschaft (Mutter)
- Eine oder mehrere operative Tochtergesellschaften
Die operative Gesellschaft erwirtschaftet den Gewinn. Dieser Gewinn kann – ganz oder teilweise – an die Holding ausgeschüttet werden. Und genau hier liegt einer der größten Vorteile:
Gewinne in der Holding werden in der Regel nur minimal besteuert, solange sie dort bleiben und reinvestiert werden.
Weitere zentrale Vorteile:
- Steueroptimierung durch günstige Besteuerung von Gewinnausschüttungen
- Risikotrennung, da operative Risiken nicht direkt das Vermögen betreffen
- Vermögensaufbau, z. B. durch Rücklagen, Immobilien oder Wertpapierinvestments
- Flexibilität, wenn weitere Unternehmen gegründet oder gekauft werden sollen
Eine Holding schafft Ordnung, Übersicht und strategische Freiheit.
D - Durchführung: Für wen ist eine Holding sinnvoll - und wie startet man?
Eine Holdinggesellschaft ist besonders sinnvoll für:
- Unternehmer mit stabilen Gewinnen
- Selbstständige, die wachsen oder investieren wollen
- Unternehmen mit mehreren Geschäftsbereichen
- Gründer, die von Anfang an klug strukturieren möchten
Der Einstieg erfolgt meist in drei Schritten:
- Gründung der Holdinggesellschaft (oft als UG oder GmbH)
- Beteiligung der Holding an der operativen Gesellschaft
- Klare Regelung von Gewinnausschüttungen und Verträgen
Wichtig ist:
Eine Holding ist kein Steuersparmodell „auf Knopfdruck“. Sie ist ein
strategisches Instrument, das sauber geplant und mit Steuerberater und ggf. Rechtsanwalt umgesetzt werden sollte.
Meine Meinung
Ich bin überzeugt:
Wer langfristig denkt, Vermögen aufbauen und sein Unternehmen sicher aufstellen will, kommt an der Holdingstruktur kaum vorbei. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen ist sie oft der
entscheidende Schritt vom Arbeiten im Unternehmen hin zum Arbeiten am Unternehmen.
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